Brigitte-Sauzay-Austausch : Erfahrungsbericht

Début décembre, le CCFA a accueilli pour une semaine Zoé, une élève de 3ème. Zoé est déjà partie en Allemagne, grâce au programme Brigitte Sauzay de l’OFAJ. Elle raconte cette expérience, en espérant donner envie aux jeunes français de partir à leur tour :

Ich heiße Zoé Peltan. Ich bin 14 und in der 3eme im Collège Chantenay. Letzte Jahr habe ich ein Brigitte-Sauzay-Austausch gemacht. Ich war also 2 Monate in Freiburg, in Deutschland bei einer Austauschpartnerin, Katharina, und sie war auch 2 Monate hier in Nantes. Ich finde, dieser Austausch war eine richtig tolle Erfahrung.

Ein Brigitte-Sauzay-Austausch dauert insgesamt sechs Monate (vier für die 4eme/8te Klasse). Der französische Schüler kommt drei Monate nach Deutschland und empfängt drei Monate auch den deutschen Schüler. Das sieht vielleicht am Anfang lang aus. Aber ich glaube, das geht sehr schnell. Vor meinem Austausch hatte ich Angst, dass ich mich nicht mit meiner Austauchpartnerin verstehen würde. Ich glaube jetzt, dass es immer klappt, wenn beide Schüler motiviert sind. Und man ist auch viel in der Schule, und da kann man andere Schüler kennen lernen. Die Familie, die ihre Kinder ein Austausch gehen lassen, sind nett und aufgeschlossen. Aber man muss sich auch anpassen. Ihr werdet andere Freizeit, Kultur, Essen, und Orte entdecken.

Wenn ihr sicher seid, dass ihr einen Austausch in Deutschland machen wollt, sollt ihr zuerst ein/e Austauschpartner/in finden. Es gibt viele Wege dafür. Ich habe meine Austauschpartnerin wegen einer Freundin von meiner Mutter, die Französischlehrerin in einem Gymnasium ist, gefunden. Wenn ihr Kontakte in Deutschland habt, könnt ihr dort vielleicht fragen. Ihr könnt auch eure Deutsch-Lehrer/in fragen. Es gab vielleicht schon ein Klassenaustausch mit einer deutschen Klasse in eurer Schule. Und der französische Lehrer kennt auch wahrscheinlich deutsche Lehrer. Ich glaube, das ist einfacher wenn man den Austauschpartner über eine Bekanntschaft findet. Aber es gibt auch andere Möglichkeiten. Der DAREIC von eurem Oberschulamt (Rectorat) kann euch auch helfen. Auf der OFAJ/DFJW-Website http://www.ofaj.org/petites-annonces gibt es viele Anzeigen von Jugendlichen, die ein Austausch machen wollen.

Die erste Woche war für mich die schwierigste. Ich kannte noch niemand und deswegen war ich von meiner Austauschpartnerin sehr abhängig. Ich fand, dass alles ein bisschen komisch war. Ich fühlte mich gut in der Familie und mit Katharina, aber als eine Fremde. Ich habe ziemlich gut verstanden aber ich war zu schüchtern: ich hatte manchmal Angst zum Sprechen. Und natürlich hatte ich ein bisschen Heimweh. Aber die zweite Woche und alle anderen waren immer cool. Ich habe sehr schnell besser Deutsch gesprochen. Die Leute waren nett zu mir. Katharina und ich sind sehr anders aber das ist gar nicht ein Problem. Wir sind nach ungefähr 10 Tage echte Freundinnen geworden.

Das Gymnasium war super und sehr locker. In Deutschland brauchst du nicht immer einen Erwachsenen. Man kann einfach so hingehen: Man muss keine Karte zeigen, es gibt keine geschlossenen Türen. Ich erinnere mich an einem Tag in diesem Gymnasium. Das war ziemlich am Anfang. In Deutschland feiern die Abiturienten und verlassen ihr Gymnasium mit einem großen Fest: das heißt „Abistreich“. In dem Bus am Morgen haben die Schüler nur über das gesprochen. Aber ich konnte mir nicht vorstellen, was passieren würde. Ich bin in die Schule gegangen. Ein paar Abiturienten haben in der Schule übernachtet, um alles vorzubereiten. Sie haben weiße Bettlaken zwischen den Gebäuden aufgehängt. Manche standen auf dem Dach und warfen Wasser oder Mehl in dem Schulhof. Wir sind trotzdem in die erste Stunde gegangen. Das war Religion. Die Lehrerin hat uns gesagt, dass sie dieses Fest chaotisch und blöd findet. Sie war zum Glück die einzige Pessimistin. Die anderen Lehrer fanden das gut! An diesem Tag haben wir keinen „normalen“ Unterricht gemacht, denn die Abiturienten sind immer in die Klasse gekommen und haben Quatsch erzählt oder unterrichtet. Sie waren alle verkleidet… und nass! Sie haben das zusammen echt gut organisiert: sie haben auch einen lustigen Film gedreht. Ich habe an diesem Tag viele gute Momente mit den anderen Schülern erlebt. Das ist für mich typisch für die deutsche Schule. Ich denke, dass die Lehrer und der Schuldirektor in Frankreich alle dagegen wären.

Ich hoffe, dass ihr jetzt Lust habt, diesen Austausch zu machen. Ihr werdet es bestimmt nicht bereuen!

Mehr Informationen über das Brigitte-Sauzay-Programm findet ihr hier:
http://www.ofaj.org/programme-brigitte-sauzay

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